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Prinzipien
Verständnis von politischer Bildung
Politische Bildung hat sich im Verständnis der Stiftung Dialog und in Anlehnung an das vom Europarat 1997 gestartete Programm «Education for Democratic Citizenship» primär mit der aktuellen und zukünftigen Umsetzung und Ausgestaltung von Demokratie zu beschäftigen.
«Demokratie-Lernen» (Demokratie als Lebens- und Gesellschaftsform) ist das Hauptziel der politischen Bildung in der Volksschule. Die Schule soll Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, Übernahme von Verantwortung und die Mitgestaltung des eigenen und gesellschaftlichen Lebens zu üben und anzuwenden (Demokratie leben). Politische Bildung ist parteiunabhängig und ein politisches Engagement (z.B. Parteizugehörigkeit) wird in keiner Weise gefördert.
Folgende Prinzipien gelten für die politische Bildung (Beutelsbacher Konsens von 1976):
1. Überwältigungs- und Indoktrinationsverbot
Der/die Lehrende drängt oder zwingt Schülerinnen und Schülern seine eigene Meinung nicht auf. Lernende bilden sich aufgrund des Unterrichtes eine eigene Meinung.
2. Ausgewogenheit bzw. Kontroversität
Der/die Lehrende stellt ein Thema, das in der Öffentlichkeit kontrovers erscheint, auch kontrovers dar und diskutiert es mit Schülerinnen und Schülern.
3. Schülerinnen- und Schülerorientierung
Politische Bildung richtet sich darauf aus, dass Lernende in die Lage versetzt werden, die politische Situation der Gesellschaft und ihre eigene Position zu analysieren und daraus für sich Konsequenzen zu ziehen.